Montag, 27. Oktober 2008

Erste Hilfe

Planen Sie Ihre Arbeitssuche. Erste Hilfen erhalten Sie am lokalen AMS (nicht nur für Menschen ohne Arbeit, sondern auch für Berufsinformationen und Beratung für Personen in aufrechtem Arbeitsverhältnis). Informieren Sie sich auf http://www.ams.at oder gehen Sie persönlich hin.

Rechtliche Informationen erhalten Sie auf http://www.arbeiterkammer.at.

Listen und Adressen der Firmen finden Sie zum Beispiel im Branchenverzeichnis oder auf http://www.wko.at.

Stimmen

Ich möchte aus meinem vergangenen Kurs einige Stimmen sprechen lassen:

Zitat Erika: „Die Idee mit der Recherche im Internet taugt mir – da kann ich mich schon vorab über eine Firma informieren. Vielen Dank auch für den Kontakt zu einer Mitarbeiterin zu einem Unternehmen, für das ich mich besonders interessiere – ich hole mir einen Vorsprung vor allen anderen „normalen“ Bewerberinnen.“

Zitat Andrea: „Jetzt weiß ich, dass bewerben mindestens so viel Zeit in Anspruch nimmt, wie die gewünschte Tätigkeit – ich recherchiere allein 6 Stunden täglich im Internet, gar nicht gerechnet die Zeit für die Bewerbungsunterlagen. Wie das Leute neben der Arbeit machen können, ist mir schleierhaft. Ich bin erst 32 und werde noch lange (hoffentlich) arbeiten - in Zukunft bin ich besser auf neue Jobsuchen vorbereitet."

Zitat Klaus: „Fähigkeiten und Eigenschaften analysieren mit 48, davor scheute ich vorerst. Passend zum Persönlichkeitsprofil nach geeigneten Unternehmen recherchieren, das fand ich dann langwierig. Nervig dauernd auf das Ziel hinzuarbeiten (wo ich mich - ganz ehrlich - gerne mal ‚ausgesudert‘ hätte) – und genau das alles hat mir zu meiner neuen Stelle verholfen! Mein Chef ist sogar begeistert, dass ich einen Nachmittag pro Woche lernschwache Kinder betreue und gibt mir gerne frei. Das hätte ich nie gedacht.“

Wie geht es Ihnen in der Bewerbungsphase? Was hindert, was hilft?

Mythen der Be-werbung

Im Oktober 2008 gab es 183 327 Arbeitssuchende in Österreich, die Quote der Arbeitslosen liegt bei 3,3 %. Auch wenn der Beschäftigungsstand hoch liegt - wer Arbeit sucht, braucht Zeit. Wie viel? Tja, das kann bis zu einem Jahr dauern! Ein Jahr, das hohe Anforderungen an das Durchhaltevermögen stellt. Kein Wunder, dass der Nährboden in diesen Monaten für Mythen reich ist.

Gängige Mythen begegnen mir in den Trainings


AufzPfeilSW"Mit 45 bin ich zu alt für einen Job. Die Jungen arbeiten billiger als ich."


AufzPfeilSW"Es gibt überhaupt keine freien Stellen bei uns am Land. Wie soll ich da eine Stelle kriegen?" versus "Wer arbeiten will, der kriegt immer Arbeit."

AufzPfeilSW"Ich komme aus der Karenz, da bin ich einfach weg vom Fenster".

Solche Mythen setzen sich fest und werden im Laufe der Wochen und Monate zu Fakten. Dabei zeigt sich noch eine andere Seite der Medaille:

AufzPfeilSWWer sich besser qualifiziert und genau positioniert, mag mit einem Alter über 45 Jahren länger brauchen, bis sie oder er eine neue Stelle gefunden hat. Zusatznutzen wird am Stellenmarkt immer gerne gesehen - und auch honoriert.

AufzPfeilSWFreie Stellen gibt es immer. Immer! In der Zeitung stehen bloß 30 Prozent der offenen Angebote. Es gilt sowohl den verdeckten Markt zu finden, als auch Alternativen aufzutun. Zum Beispiel über persönliche Kontakte arbeiten oder über eine Zeitarbeitsfirma einsteigen. Es stimmt aber auch, dass lange Karenz, Alter über 45 (die Generation 45+) oder keine abgeschlossene Berufsausbildung die Arbeitssuche erschweren. Treffen mehrere Faktoren aufeinander, reichen einfache Bewerbungsstrategien nicht aus.

AufzPfeilSWKarenzzeiten sind aktive Zeiten. Wer sich die Mühe macht und sich mit all den Fähigkeiten auseinandersetzt die Kinder, Familie, Hausbau und dergleichen brauchen, merkt schnell, wie viel an Kenntnissen und Können gefordert werden. Wer dann noch den Wiedereinstieg vorbereitet und beruflich relevantes Wissen in Schulungen erwirbt, findet einen passenden Job.


Welche Fakten kennen Sie?

be-werben

Willkommen zu meinem Weblog bewerben. Hier teile ich mit Ihnen mein langjähriges Wissen und meine erprobten Erfahrungen rund um Bewerbungen und Stellensuche. Die Themen gelten für Österreich, ich arbeite als Bewerbungstrainerin im nördlichen Salzkammergut. Als freie Dienstnehmerin und Selbständige kenne ich beide Seiten – Bewerbende und Anbietende. Meine Teilnehmenden sind SchulabgängerInnen, Wiedereinsteigerinnen, Um- und Aufsteigende und Menschen über 45.

Alle wollen gute Arbeit zu adäquaten Bedingungen leisten, manche kennen ihre Berufung, viele arbeiten erst an ihren Zielen, manche sind überzeugt, ihren Traumjob zu bekommen, viele zweifeln, je länger die Suche dauert. Allen gemeinsam ist das Auf und Ab.

Besonderen Wert lege ich auf

AufzPfeilSWpositive, eigenverantwortliche Einstellung zur Suche,

AufzPfeilSWindividuelle, auf die Persönlichkeit abgestimmte Strategien und

AufzPfeilSWpersönlich erstellte, klar formulierte Bewerbungsunterlagen.

Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass die Bewerberinnen und Bewerber zum Traumjob kommen, wenn Sie sich zuerst mit ihren Einstellungen, Eigenschaften und Fähigkeiten auseinandersetzen, anschließend ein genaues Profil entwickeln und dann mit eigenen Worten an ihrem Kommunikationsziel arbeiten.

Was tun Sie, um eine neue Arbeit zu finden?

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