Mythen der Be-werbung

Im Oktober 2008 gab es 183 327 Arbeitssuchende in Österreich, die Quote der Arbeitslosen liegt bei 3,3 %. Auch wenn der Beschäftigungsstand hoch liegt - wer Arbeit sucht, braucht Zeit. Wie viel? Tja, das kann bis zu einem Jahr dauern! Ein Jahr, das hohe Anforderungen an das Durchhaltevermögen stellt. Kein Wunder, dass der Nährboden in diesen Monaten für Mythen reich ist.

Gängige Mythen begegnen mir in den Trainings


AufzPfeilSW"Mit 45 bin ich zu alt für einen Job. Die Jungen arbeiten billiger als ich."


AufzPfeilSW"Es gibt überhaupt keine freien Stellen bei uns am Land. Wie soll ich da eine Stelle kriegen?" versus "Wer arbeiten will, der kriegt immer Arbeit."

AufzPfeilSW"Ich komme aus der Karenz, da bin ich einfach weg vom Fenster".

Solche Mythen setzen sich fest und werden im Laufe der Wochen und Monate zu Fakten. Dabei zeigt sich noch eine andere Seite der Medaille:

AufzPfeilSWWer sich besser qualifiziert und genau positioniert, mag mit einem Alter über 45 Jahren länger brauchen, bis sie oder er eine neue Stelle gefunden hat. Zusatznutzen wird am Stellenmarkt immer gerne gesehen - und auch honoriert.

AufzPfeilSWFreie Stellen gibt es immer. Immer! In der Zeitung stehen bloß 30 Prozent der offenen Angebote. Es gilt sowohl den verdeckten Markt zu finden, als auch Alternativen aufzutun. Zum Beispiel über persönliche Kontakte arbeiten oder über eine Zeitarbeitsfirma einsteigen. Es stimmt aber auch, dass lange Karenz, Alter über 45 (die Generation 45+) oder keine abgeschlossene Berufsausbildung die Arbeitssuche erschweren. Treffen mehrere Faktoren aufeinander, reichen einfache Bewerbungsstrategien nicht aus.

AufzPfeilSWKarenzzeiten sind aktive Zeiten. Wer sich die Mühe macht und sich mit all den Fähigkeiten auseinandersetzt die Kinder, Familie, Hausbau und dergleichen brauchen, merkt schnell, wie viel an Kenntnissen und Können gefordert werden. Wer dann noch den Wiedereinstieg vorbereitet und beruflich relevantes Wissen in Schulungen erwirbt, findet einen passenden Job.


Welche Fakten kennen Sie?
bewerbenl - 30. Okt, 11:57

Familienplanung

Da kann ich auch Fakten beisteuern: Ich bin 23 und hab' einen 3-jährigen Sohn. Der geht zwar in den Kindergarten und wenn was ist, hab ich sofort Hilfe von meiner Mutter. Und was werde ich beim Bewerben gefragt?
1. Was ist, wenn Ihr Kind krank ist.
2. Wie sieht Ihre weitere Familienplanung aus.

Das ist frustrierend. Natürlich laufe ich, wenn mein Kind krank ist - ich trage doch auch Verantwortung! Und meine Familienplanung, mal ehrlich, die läuft noch.

Grüße
Edith

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